Honig


Wie sollte man Honig am besten lagern?

 

Bei der richtigen Lagerung ist Honig über viele Monate, gar Jahre haltbar, da er - wenn er zur rechten Zeit geschleudert wurde - wenig Wasser enthält. Honig hat im optimalen Zustand einen Wassergehalt von unter 17,5% und sollte an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort unter 18 Grad aufbewahrt werden. Man sollte darauf achten, dass das Gefäß dicht verschlossen ist, da das Naturprodukt ansonsten schnell Gerüche von anderen Lebensmitteln annimmt und zudem Feuchtigkeit aus der Luft anzieht. Dann könnte er sich im oberen Bereich verflüssigen. Oft beginnt dann eine Gärung. 

Aber: Je kühler der Lagerungsort ist, desto fester wird auch der Honig.

Der Kühlschrank ist also nicht der richtige Aufbewahrungsort. 

 

Warum Honig kristallisiert

Honig besteht hauptsächlich aus Frucht- und Traubenzucker. Vor allem Letzterer bildet Zuckerkristalle. Allgemein gilt: Je fester ein Honig ist, desto mehr Traubenzucker enthält er. Auch die Lagerbedingungen beeinflussen, ob Honig stark kristallisiert oder weniger. 

Bewahrt man Honig beispielsweise an einem zu kühlen Ort auf, kristallisiert der Traubenzuckeranteil im Honig allmählich aus und er wird fest bis hart.

Das Verhältnis von Fruchtzucker zu Traubenzucker bestimmt, wie fest beziehungsweise flüssig ein Honig ist. Honigsorten, die mehr Fruchtzucker enthalten, bleiben länger flüssig. Wer flüssigen Honig bevorzugt, kauft am besten Akazienhonig. Aber auch der wird nach ca 1 Jahr langsam fest.

Der Faktor Zeit kann eine Rolle spielen: Honig wird früher oder später fest. Dies liegt an den Fermenten (Enzyme), die im Honig eine Umwandlung des Zuckers verursachen. Je länger ein Honig lagert, desto fester wird er. Aber keine Sorgen machen: Wenn Honig kristallisiert, hat dies keinen negativen Einfluss auf die Qualität  – Kristallisierung ist ein natürlicher Prozess.

 

So kann man Honig wieder flüssig machen

Ist der Honig kristallisiert, muß man ihn deshalb also nicht entsorgen.  

Mit folgendem Trick kann man den Honig flüssig machen: Man stellt das betroffene Glas oder den Spender in ein Wasserbad und erwärmt den Honig langsam bei geringer Hitze. 40 Grad reichen aus, um Honig flüssig zu machen. Wärmer sollte das Wasser nicht sein, da ansonsten hitzeempfindliche Inhaltsstoffe (vorwiegend die wertvollen Fermente/ Enzyme) geschädigt werden. Honig sollte während des Erwärmens immer mal wieder leicht gerührt werden.

Übrigens: Stark erhitzter Honig (50 Grad und höher) wird nie wieder fest.

Insofern ist fester Honig - Ausnahme Akazienhonig und Honig der Edelkastanie - auch ein wichtiges Qualitätsmerkmal. 


Melezitosehonig   

Honig von Blättern der Laubbäume. Speziell in Jahren mit sehr warmen und trockenen Sommern.

Nur schwer bis gar nicht zu schleudern, die Bienen können auf diesem Honig nicht überwintern, da er Kristalle im Darm der Bienen bildet. Zum Lösen benötigen die Bienen Wasser welches ihnen im Winter und Frühjahr nicht zur Verfügung steht. 

Melezitosehonig. Oben verdeckelt, unten nach der Schleuderung